Ein Vogel, der in der Luft wohnt. Bei Tag und Nacht ist er in der Luft, paart sich sogar gelegentlich in der Luft. Nie muss er sich auf einem Baumast ausruhen oder in Sträuchern Nahrung suchen. Obwohl mit seinen kurzen Beinchen unfähig zu laufen, kann er sich doch vom Erdboden (Piste von 10 m Länge nötig) in die Luft erheben. Kann aber im Gras nicht starten. Seine allerdings äußerst starken Flügel helfen ihm nicht, wie die Amsel auf einen Bissen zuzugehen oder wie der Spatz auf ein gefundenes Körnchen hin zu hüpfen. Wenn nicht ein verständiger Mensch ihn wieder der Luft übergibt, muß er elendiglich zugrunde gehen.

Unter allen Vogelarten der Erde ist der Mauersegler diejenige Art, die am extremsten und mit äußerster Perfektion an den Luftraum angepasst ist. Doch birgt hohe Spezialisierung auch Gefahren: Der gefährlichste Feind dieser Hochleistungsflieger ist nasskaltes, stürmisches Wetter, weil dann die Insekten, die sie im Fluge jagen, ausbleiben. Schlechtwetterperioden können zu erheblichen Verlusten unter den Seglern führen, und dann kann es auch vorkommen, daß man geschwächte Alttiere am Boden findet, die durch Wärme und Auffütterung mit Insekten gerettet werden können. Viele Segler weichen ungünstiger Witterung aber auch aus und legen dabei Tausende von Kilometern zurück.

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